Zu den Pfingstgedanken 2001
Marienkalender 2001 von Helmut Loder
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"Vielfältige Gedanken und Bilder über Maria"

Überaus positiv ...
Über 20 Tage lang schon erzählen und berichten Frauen und Männer von ihrer Beziehung zu Maria, von ihren Gedanken über Maria. Ein buntes Mosaik unterschiedlichster Berichte, Eindrücke, An-Fragen und Reflexionen ist dadurch entstanden. Und wächst weiter ...

Die vielen positiven Rückmeldungen bestärken mich in meinem Versuch, mit Konsequenz, in theologischer Kreativität, Offenheit und Neugier, ein zeitgemäßes, ursprünglicheres, kraftvolles und lebendiges Marienbild zu erarbeiten.

Nicht allein, sondern mit Kolleginnen und Religionslehrern, Priestern und Ordensleuten, Menschen, die bereit waren, sich der Frage nach ihren Vorstellungen und ihrer Beziehung zur „Gottes-Mutter“ zu stellen und durch ein Bild und einen Text/Gedanken zu veranschaulichen. Die Reaktionen: Überaus positiv!

„Um Maria hat sich eine Kultur des Schweigens und Nichtwahrnehmens ausgebreitet“ schrieb Johannes Thiele in seinem Buch „Die andere Maria“. Dieses Schweigen aufzubrechen, zaghaft neue persönliche Texte und Bildimpulse in die Auseinandersetzung um die „Madonna, Rebellin oder Prophetin“ einzubringen, will unser Kalender versuchen.

Vom Wandbild mit Tiefgang, der Marienstatue am Ende des Schutzweges, geduldig wartend, vom Urbild des Menschen, vom Lied, das zum Gebet wird und umgekehrt, von vielen Fragen und Irritationen, von einem Gnadenbild voller Zärtlichkeit, ja sogar von einem Email an Maria und einer brasilianischen Frau aus dem Volk war schon die Sprache, gab es Bilder. Sie wird Schwester genannt, Mutter und Hoffnung. Sie fährt auf dem Motorrad mit, wenn Frauen aufbrechen und hört zu, gibt sich hin und kann laut lachen.

Ich lade ein, sich weiterhin täglich mit Maria auf den Weg zu machen, ein Gebet, ein Bildmotiv mitzunehmen, und so diese Frau aus Nazaret noch besser kennen und lieben zu lernen!

Maria - 2001
Gedanken und Bilder für den Monat Mai

Ihr Name: Maria. Eine junge Frau vor 2000 Jahren. Ein armes Mädchen aus einem fernen unbekannten Dorf. Angehörige eines unterdrückten Volkes, verfolgt im eigenen Land von den Herrschenden. Wir wissen recht wenig von ihr aus den Schriften der Evangelien. Zwischendurch taucht sie auf, als Mutter eines unehelichen Kindes beschuldigt, vom Sohn verleugnet, der als Aufwiegler am Kreuz hingerichtet wird. Aber sie spielt eine wesentliche Rolle bei der Gründung der Kirche zu Pfingsten. Niemand weiß, wie sie ausgesehen hat. Und doch gibt es unzählige Bilder von ihr. Sie begegnet uns als Gottesgebärerin und Jungfrau, als jüdische Mutter, Himmelskönigin und Mit-Erlöserin der Menschheit, in den Himmel aufgefahren. Eine tolle Karriere, von der jüdischen Mirjam zur christlichen Maria. Eine der einflussreichsten Frauengestalten der Weltgeschichte.

31 Tage lang wollen wir Bilder und Texte, Impulse und Gebete dieser Frau widmen. Nachforschen, was es mit dieser wundervollen Frau auf sich hat, welchen Zugang wir heute – 2001 – zu ihr finden können. Frauen und Männer werden ihr Bilder und Texte widmen, ihre Zugänge zu Maria offen legen. Du bist eingeladen, täglich einmal vorbeizukommen, und eine Frage, einen Gedanken mitzunehmen.

Unterwegs mit Maria. Einen Monat lang. Herzlich willkommen bei „Maria - 2001“!

Helmut Loder, Abteilungsleiter am RPI Graz

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