und maria trat aus ihren bildern und maria trat aus ihren bildern
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marienkalender 2004: und maria trat aus ihren bildern.
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18. Mai: Maria aus dem Dorf

 
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Sie hängt in der Kapelle. Ein unaufdringlicher Blickpunkt. Seitlich rechts. Schaut milde lächelnd auf die Menschen, die kommen, um zu beten, zu singen. Und sich Zeit nehmen für eine Andacht. Mit der Maria aus dem Dorf. Genauer aus Mariahof in Ungerdorf.

Maria ist umgezogen. Früher wohnte sie bei einem alten Straßenkreuz. Als die neue Kapelle gebaut wurde, übergab die alte Besitzerin die Statue an die Kapellengemeinschaft. Seither ist die neue Emmauskapelle in Ungerdorf bei Gleisdorf ihr Heimathaus.

Die Kapelle nimmt die Formen der Landschaft auf. Wie ein Schiff oder eine Schanze wirkt sie auf den besucher, den Spaziergänger. Der Innenraum wiederholt die Bewegung noch einmal. Zwei Betonsockel halten fest und erden den Raum. Die Seitenwände führen den Blick der Mitte und Höhe zu.
Die Emmauskapelle ist ein Ort, wo Himmel und Erde sich berühren, der Himmel herunterkommt, die Erde hinauf gehoben wird. Da darf Maria nicht fehlen.

Eigentlich sollte das Ganze Platz haben. Das ganze Leben und der ganze Glaube. Hier soll gebetet werden das ganze Jahr über, den Feiertagen entlang, dem Lebensrhythmus entlang. Sollen Freude und Trauer gleichermaßen Platz haben.
Deshalb wurde Emmaus gewählt. Eine Erzählung im Lukasevangelium. die dies alles beinhaltet, in der sich dies alles trifft: Der Weg, die Begegnung, die Trauer, das Wort. Das Brot, das Haus …

Und mittendrin Maria. Keine moderne zeitgenössische Marienstatue. Eine aus dem Dorf. Maria aus dem Dorf. Sitzend mit Krone. Eine Königin. Mit einem königlichen Sohn.

Die Statue ist nichts Besonderes. Aber sie ist wichtig für die Tradition. Für die Glut unter der Asche.

Denn Maria gehört dazu. Zur neuen Kapelle, zum Feiern und Beten. Die einen sagen, sie ist keine Schönheit. Aber sie hat ihren Charme. Der Künstler ist unbekannt, die Herkunft ebenso. Und so thront die Namenlose mit ihrem Sohn und dem gelassenen Lächeln stoisch in der Kapelle. Hört zu und denkt sich ihren Teil.

Maria hat ein neues Zuhause gefunden. Die Begegnung der Junger aus L
Die Emmauskapelle in Ungerdorf bei Gleisdorf ist ein gelungenes Beispiel für die Initiative einer Dorfgemeinschaft sich ein ansprechendes zeitgemäßes religiöses Zentrum zu schaffen.

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Helmut Loder
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