Maria als Feuerfrau. Ein ganz ungewöhnliches Bild. Gemalt von einer jungen Künstlerin: Laura Geraldine Julie Gaar, aus Graz. 2003.
“Seit ich denken kann, male und zeichne ich. In meiner Schule wurde Kunst sehr gefördert und das genoss ich. Ich male, weil so meine Persönlichkeit zeigen kann, was in meinem Kopf vorgeht. Für mich ist es total spannend, dass sich andere Leute über meine Bilder Gedanken machen … Meine Bilder sind sehr farbenfroh. Ich brauche das. Ich könnte in einer „Grau-in-Grau-Welt“ nicht leben.“
Warme, starke Farben. Das rote Haar der Frau besetzt die Fläche. Ein intensives Feuerrot mit gelben Einsprengseln. Links ein spitz zusammenlaufendes herzförmiges Gesicht. Mundrot. Grellrot. Bunte Ornamente im unteren Bildbereich. Blumen begrenzen rechts das Bild. Die Frau sieht sehr konzentriert dem Betrachter entgegen. Ihre grünen Augen sind weit geöffnet. Maria? Vielleicht.
Ein Text (Autor/in leider nicht ausgewiesen) begleitet das Bild:
Auflodernde Lebensglut
Ewige
Dein Glanz unzerstörbar
Du Einzige
hast mich berührt
mich beim Namen gerufen
das Feuer entzündet
in Brand gesetzt bin ich
und schreibe und schreie
und singe für Dich - meine Lichtkönigin
mit glühenden Wortfunken
will ich Dich preisen
und bitten und klagen
Du Ehrfurchtgebietende
flammende Schönheit
Du schmilzt jedes Auge
verbrenne mich nicht Gott
sei mir nah und ferne
ich will Dich umkreisen
und ahnen und spüren
ich liebe Dich Gott
zu meinem Heil
und zu Deiner Ehre
Da schwingt vieles mit: Der Lobpreis an Gott, aber auch an Maria, Sehnsucht nach Begegnung und Ahnung vom Herausfordernden, von der Angst, nicht verbrannt zu werden …
Gottflamme Du, Schöne … Maria.
Ein Marienlob der besonderen Art. Ganz aktuell.
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Helmut Loder
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